• Die organisch geformte Außenhülle gibt dem Konzertsaal einen angemessenen, eigenständigen Charakter.  
    Das spannende Spiel zwischen dem  histori-schen Ambiente des Stifts und der skulpturalen  Gestalt des Neubaus bestimmt den Gesamtentwurf.  Die Signifikanz der äußeren Gestalt verleiht dem Musiksaal mit den angegliederten Funktionseinheiten die nötige Eigenständigkeit, ohne mit dem Stift  in seiner Einzigartigkeit  konkurrieren zu wollen.

    Musiksaal:
    Der  Neubau  wird an das südöstliche Gelände gegenüber der Stiftskirche plat-ziert. Dadurch ergibt sich ein qualitätsvoller Freiraum vor der Ostseite des Stifts. Die erforderlichen Parkplätze mit Bushalteplatz werden weiter östlich angeordnet, um den Vorraum vom Verkehr freizuhalten.

    Die Baukörperfiguration nimmt in abstrakter Weise die eigenwillige Grundform des Stifts auf und formuliert sie neu.  Der Abstand zwischen Stift und Musiksaal  und der unterirdische Übergang zum Stift unterstreichen die Eigenständigkeit beider Bauten.
    Das Foyer orientiert sich zum Ossiacher See hin. Für Besucher wird so ein reizvolles Ambiente geschaffen . Durch die Positionierung in die Topographie wird der Baukörper – auch in seiner Materialität - zur Einheit mit der Landschaft.

    Stift:
    Die Aufteilung der Einzelflächen erfolgt nach Nutzungsbereichen. Das Dachgeschoss wird ausschließlich für die Unterkünfte (Einzel-, Doppel-, und Mehrbettzimmer) genutzt. Ein zweigeschossiger Ausbau ist durch die He-rabsetzung der Zangenkonstruktion denkbar, um mehr Raum- und Aufenthaltsqualität zu erlangen. Die Raumgrößen ergeben sich größtenteils durch die vorhandenen Binderachsen. Eine ausreichende Belichtung wird durch die Anordnung von Gauben erzielt. Sie sind durch die Geometrie und die Gestaltung als eigenständige Baukörper in der Dachhaut spürbar. Dieser Eingriff in die bisher unge-störte Dachlandschaft wird durch die sorgfältige Detaillierung und Positionierung der Gauben vertretbar.

    Stift Ossiach

    EU-weit offener Architektenwettbewerb

    Auslober:   Landesimmobiliengesellschaft, Klagenfurt (Kärnten)
                                      
    Rang:        2. Preis

    Wettbewerbsjahr:    2004

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